So funktioniert ein Dampfgarer

Das Garen im Dampf hat eine lange Tradition, besonders in fernöstlichen Kulturen werden Speisen schon seit langer Zeit auf diese Weise zubereitet. Lediglich die Art und Weise wie das Ganze funktioniert hat sich mit den Jahren doch ein wenig verändert.

Angefangen bei den Bambuskörben der Chinesen bis hin zu Gareinsätzen, gibt es sehr viele Möglichkeiten, wie der Garprozess vonstatten gehen kann. Während sich die Funktion beim Garen mittels Dampfgar-Einsätze einfach erklären lässt, sieht das bei komplexen Einbaugeräten schon anders aus.

Trotzdem lassen sich bestimmte Komponenten der Zubereitungsart bei allen Varianten wiederfinden. Bevor wir jedoch die Funktion eines Dampfgarers genauer anschauen, möchte ich dir zeigen, welche verschiedenen Modelle es überhaupt gibt.

Grundsätzliches zur Funktionsweise beim Dampfgaren

Die Funktionsweise des Dampfgaren lässt sich bei Dampf-Einsätzen noch recht einfach erklären: Durch das verkochende Wasser entsteht Dampf, dieser erhitzt bzw. gart die eingelegten Speisen. Leider ist diese Zubereitungsart jedoch nicht sehr effektiv.

Wie du dir vorstellen kannst, ist bei einem geschlossenen System auch der entstehende Druck ein sehr entscheidender Faktor. Genauer gesagt geht es um die Kombination von Druck und Dampf.

Bei gewöhnlichen (drucklosen) Dampfgarern liegt die Temperatur meist bei 100 Grad. Manche Geräte erzielen trotzdem sehr gute Werte beim Energieverbrauch und auch bei der Qualität der Zubereitung.

Unterscheidung nach dem Druck

Druckdampfgarer
Dampfgarer werden auch nach dem Druck unterschieden.

Es ist nicht ganz leicht ein großes Thema wie das Dampfgaren in sinnvolle Bereiche aufzuteilen. Jedoch lassen sich abgesehen von Einsatz-, Einbau- und Standgeräten grundsätzlich zwei verschiedene Gerätetypen unterscheiden.

Gelassenes Garen ohne Druck

Wenn der Dampfgarer ohne Druck arbeitet, werden die Speisen dem Dampf des siedenden Wassers ausgesetzt. Zu dieser Art gehören auch viele der gewöhnlichen Standgeräte, welche du dir vielleicht vorstellst, wenn du an einen typischen Dampfgarer denkst. Diese Modelle verfügen über spezielle Dampfgar-Einsätze, welche einfach in den Topf gesetzt werden können.

Dadurch hast du auch viele Freiheiten und kannst die Körbe je nach Nutzen übereinander anordnen. Besonders gut geeignet sind diese Geräte zum Garen von Gemüse. Zu beachten ist, dass die Garzeit etwas länger ist, als beim gewöhnlichen Kochen.

Im Gegensatz zum Druck-Dampfgaren werden die Speisen allerdings nicht mehr so schonend gegart und verbrauchen auch mehr Energie. Die beliebtesten Geräte stammen hier von Herstellern wie Phillips oder Miele.

Garen unter Druck

Beim Dampfgaren unter Druck garen die Speisen in einem komplett geschlossenem System. Das Wasser wird in dem Gerät erhitzt und kann nicht entweichen. Dadurch entsteht ein Druck – ähnlich wie in einem Schnellkochtopf.

Der Druck in dem Gerät steigt dabei nicht über 2 Bar, während die Temperatur bei 120 Grad liegt. Durch den Druck und die hohe Temperatur benötigen diese Modelle kürzere Garzeiten. Erkennen kannst du diese Dampfgarer am hermetisch verschließbaren Deckel, ähnlich eines Schnellkochtopfs.

Unterscheidung nach der Geräteform

Elektrische Dampfgarer

Dabei handelt es sich meist um Kleingeräte, die einfach an das Stromnetz angeschlossen werden können. Die Vorteile dieser Variante liegen besonders darin, dass viele unterschiedliche Speisen gleichzeitig zubereitet werden können.

Eine beheizte Platte erzeugt dabei den Dampf für 2 oder 3 Einsätze. Die Einsatzkörbe sind mit gelochtem Boden oder normalen Boden verfügbar. Ein weiterer Vorteil liegt im Energieverbrauch – dieser ist nämlich nicht so hoch wie beim Kochen im Kochtopf.

verschiedene Dampfgarer
Dampfgaren kann man auf viele Arten!

System-Dampfgarer

Diese Form des Dampfgarens ist als Zusatzeinsatz für Backöfen erhältlich. Besonders bietet sich diese Möglichkeit an, wenn du ohne weiteres Geräte Dampfgaren möchtest oder Platzprobleme hast. Durch das Einstellen der Unterhitze entsteht Dampf.

Von Vorteil ist hier natürlich einerseits die Größe des Dampfgarers. Das ganze Backrohr kann genutzt werden und andererseits natürlich die Platzersparnis. Jedoch ist das Nachrüsten des Küchengeräts nicht immer ganz billig.

Dampfbackofen

Die Steigerung in Sachen Dampfgarer ist der Dampf-Backofen. Hier wird auch mit technischen Spielereien und verschiedensten Einstellungen nicht gespart. Es können zusätzlich zum Garen auch Tiefkühlprodukte aufgetaut oder Gerichte warmgehalten werden.

Die Anschaffungskosten solcher Geräte liegen leider immer noch weit über den Kosten eines gewöhnlichen Backofens.

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